SPL Director DA-Wandler und Vorverstärker

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Der Director vereinigt zwei Geräte in einem. Er ist ein Referenz-Vorverstärker mit sechs... mehr
SPL Director DA-Wandler und Vorverstärker

Der Director vereinigt zwei Geräte in einem. Er ist ein Referenz-Vorverstärker mit sechs Eingängen (2x analog und 4x digital) und analogen symmetrischen und unsymmetrischen Ausgängen sowie einen Referenz-Digital/Analog-Wandler für PCM bis 384 kHz und DSD bis Double Rate (DSD128).

  • 120-Volt-Vorverstärker mit integriertem DA-Wandler
  • Vier digitale Eingänge: USB, AES/EBU, coaxial, optisch
  • DAC: bis zu 384 kHz (PCM) und DSD2 (Double Rate, DSD128)
  • Win-Treiber, Apple Class compliant
  • Zwei analoge Eingänge (Cinch)
  • Separate symmetrische und unsymmetrische Ausgänge (XLR, Cinch)
  • Analoge Lautstärkeregelung mit motorisiertem ALPS RK 27 "Big Blue" Potentiometer; fernsteuerbar (erlernt jede IR-Fernbedienung)
  • Fernsteuerbare Quellenwahl (erlernt jede IR-Fernbedienung)
  • Avago Dot-Matrix Display: Anzeige des gewählten Eingangs und ggfs. der Abtastrate bei digitalen Eingängen
  • Frequenzgang (analog): 4 Hz bis 300 kHz
  • Klirrfaktor: 0,0008 % (analog 0 dBu); 0,0004 % (digital -1 dBfs)
  • Rauschen (A-bewertet): -105,1 dB (analog); -96,8 dB (digital)
  • Dynamikumfang: 137,6 dB (analog); 120,8 dB (digital)
  • AMP CTR-Verbindung mit Performer-Endstufe für gekoppeltes Ein-/Ausschalten
  • Stand-By-Schalter
  • Linear Netzteil mit Ringkerntransformator
  • Front und Deckel aus Aluminium, Gehäuse aus gepulvertem Stahlblech
  • Made in Germany

Director heisst übersetzt Regisseur. Und dies bezeichnet seinen Funktionsumfang sehr gut. Er ist das zentrale Element der Stereoanlage an das alles angeschlossen wird: Quellen, Endstufen oder aktive Lautsprecher, Kopfhörerverstärker, Phonovorstärker etc. Er bestimmt was, womit wir wie laut hören.

Vorverstärker

Der Director ist ein voll-ausgestatteter Stereo-Vorverstärker mit einem außergewöhnlichen Digital-zu-Analog-Wandler (DAC). Es sind Anschlüsse für insgesamt sechs Stereo-Eingangsquellen vorhanden. Zwei davon verfügen über Cinch-Buchsen für analoge Eingangsquellen für beispielsweise den Phonos Phono-Vorverstärker. Vier weitere sind für digitale Eingangsquellen, die über USB, AES, coaxial und optisch angeschlossen werden können.

Ausgangsseitig können eine Endstufe oder aktive Lautsprecher mittels XLR (symmetrisch) und Cinch (unsymmetrisch) angeschlossen werden. Als Endstufe empfehlen wir die Performer s800, die ebenfalls mit 120V-VOLTAiR-Technik ausgestattet ist. So wird der Signalfluß vom DA-Wandler bis zum Lautsprecher durchgehend in 120V-Technik beibehalten, was zu bestmöglichen klanglichen Ergebnissen führt.

Lautstärkeregelung (Volume)

Die Lautstärkeregelung (Volume) ist aus gutem Grund gänzlich analog aufgebaut. Normalerweise wird ist die Lautstärkeregelung von DAC-Designs als Teil der Wandler-Chip-Funktionalität digital geregelt. Abgesehen davon, dass dies preiswert ist, liegt das Problem aber darin, dass nur bei 0dB (Maximalwert) die originale Bit-Auflösung vorhanden ist. Man hört aber fast nie mit Maximallautstärke. Bei reduzierter Lautstärke, sinkt die Bit-Auflösung. Was macht es für einen Sinn, hochauflösendes Audio zu hören, wenn bei normaler Lautstärke die Auflösung reduziert ist? Dies ist natürlich nicht akzeptabel und daher haben wir uns für eine analoge Lautstärkeregelung entschieden, bei der die Auflösung immer maximal ist egal wie laut man hört. Dazu verwenden wir einen motorisierten ALPS RK27 "Big Blue" Potentiometer mit schönem „Löffel im Honig“-Drehgefühl und exzellentem Kanalgleichlauf. Durch die Motorisierung kann die Lautstärke fernbedient werden.

Ein sinniges Ausstattungsmerkmal ist der DIP-Schalter (Mäuseklavier) auf der Unterseite. Die DIP-Schalter 3 und 4 ermöglichen es, die Lautstärkeregelung von den Ausgängen zu entkoppeln. Dadurch liegt an dem jeweiligen Ausgang das Quellsignal mit seinem originalen Pegel an. Somit kann beispielsweise ein Kopfhörerverstärker wie der Phonitor e angeschlossen und dessen Lautstärke individuell geregelt werden. Eine weitere Anwendung ist beispielsweise der Anschluss eines Aufnahmegeräts.

Eingangsquellenwahl (Source)

Auf der Front des Director befindet sich der Source-Schalter. Mit ihm kann man sequenziell die Eingangsquellen vor und zurück durchschalten. Die gewählte Quelle wird im Punkt-Matrix-Display angezeigt: IN 1 und IN 2 für die analogen Eingänge und USB, AES, COAX und OPTI für die digitalen Eingänge. Die detektierte Abtastrate bei digitalen Quellen wird nach ca. zwei Sekunden angezeigt (z.B. U384 = USB-Eingang bei 384 kHz Abtastrate). Die Eingangsquellenwahl kann ebenfalls fernbedient werden.

Fernbedienung

Fernsteuerbar sind die Lautstärkeregelung und die Eingangsquellenwahl. Dazu kann jede beliebige Infrarot-Fernsteuerung (IR) verwendet werden. Das besondere ist, dass nicht die Fernsteuerung lernt, sondern der Director! Nehmen Sie beispielsweise die Fernbedienung ihres CD-Spielers. Von den vielen Tasten wählen Sie vier, die Sie nur selten oder gar nicht benutzen und die keine direkten Funktionen am CD-Spieler auslösen. Alternativ ist die Apple Remote Control eine ideale Fernbedienung. Sie ist klein und hat wenige Tasten. Weisen Sie diesen die Funktionen lauter/leiser bzw. vor/zurück zu und bringen Sie sie dem Director bei. Die genaue Vorgehensweise hierzu finden Sie in der Anleitung.

DA-Wandler (DAC)

Der Director ist mit dem besten Digital/Analog-Wandler ausgestattet, den wir je gebaut haben. Er verfügt über vier verschiedene Eingänge für digitale Stereoquellen (USB, AES, Coaxial und Optisch) und unterstützt sowohl PCM- als auch DSD-Audiowiedergabe.

Einzigartiges Wandlerdesign mit VOLTAiR-Technologie

Wir haben uns viele Wandlerdesigns angeschaut und uns gefragt, warum alle Innovation auf der Digitalebene stattfinden. Kaum eine Innovation findet man auf der Analogebene. Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Entwickler einen Hintergrund in der Digitaltechnik haben und die analoge Seite eher nach 'Kochbuch' entwickeln. Wir haben eine 30-jähige Erfahrung in Analogtechnik und Kochbuch-Designs finden wir antiquiert und langweilig. Wir glauben, dass wir die Analogseite der Wandlung wesentlich verbessern oder –sagen wir einfach– revolutionieren können. Und zwar so:

Der Ausgang des DAC-ICs liefert entweder Spannung oder Strom (wie bei unserem DAC), der dem Wert des digitalen Eingangs entspricht. Das Ausgangssignal des ICs muss zunächst in Spannung gewandelt werden (im Falle des Stromausgangs) und wird danach mit einem Tiefpass gefiltert. Diese beiden analogen Schaltungen werden typischerweise mit derselben Spannung betrieben wie das DAC-IC, beispielsweise 5V. Stellen Sie sich vor, dass die erste Stufe, auf die das Analogsignal trifft einen durch diese 5V-Spannung begrenzten Dynamikumfang und Rauschabstand aufweist. Was für ein Flaschenhals. Und nun stellen Sie sich vor, dass diese beiden Stufen in unserer 120V-VOLTAiR-Technik aufgebaut sind und sich das analoge Ausgangssignal frei entfalten kann in einen unglaublichem Dynamikumfang hinein und mit den besten Rauschwerten der Analogtechnik. Das ist hörbar. Sehr hörbar.

AES-Eingang

AES (oder genauer AES3 oder AES/EBU) ist ein Standard für den Austausch digitaler Audiosignale zwischen professionellen Audiogeräten. AES3 wurde gemeinsam von der Audio Engineering Society (AES) und der European Broadcasting Union (EBU) entwickelt. Ein AES-Signal transportiert zwei kodierte PCM-Audiokanäle mit bis zu einer maximalen Abtastrate von 192 kHz. Der Standard ist unter IEC 60958 Type I definiert. Zur Verbindung werden symmetrische, 3-adrige, 110 Ohm „Twisted Pair“-Kabel mit XLR-Steckern verwendet.

Coaxial (SPDIF) Eingang

Die Konsumer-Varainte von AES ist SPDIF (Sony/Philips Digital Interface). Weltweit ist es das verbreiteste Verfahren zur Verbindung von digitalen Audiogeräten. Typischerweise wird hier der Digitalausgang eines CD-Spielers angeschlossen. Die Buchse ist mit „Coaxial" bezeichnet und transportiert wie AES zwei kodierte PCM-Audiokanäle mit bis zu 192 kHz Abtastrate. Der Standard ist unter IEC 60958 Type II festgelegt. Zur Verbindung dient ein unsymmetrisches, 2-adriges 75-ohm Koaxial-Kabel mit Cinch-Anschlüssen.

Optical (TOSLINK) Eingang

Der 'Type II Optical'-Anschluss verwendet Glasfaser mit einer F05-Buchse, die besser bekannt ist unter der Bezeichnung des Toshiba Markennamens TOSLINK. 'Type II Optical' findet hauptsächlich im Konsumerbereich Anwendung. Die Buchse am Director ist mit "Optical" bezeichnet. Genau wie AES und Coaxial unterstützt dieser Eingang Abtastraten bis 192kHz für kodiertes PCM-Audio.

USB-Eingang

Der interessanteste Eingang ist der USB-Port für den Anschluss eines Computers, da hiermit beide Audioformate PCM und DSD unterstützt werden. Für PCM-Audio werden Abtastraten bis zu 384kHz und für DSD-Audio bis zu DSD2 (double-rate DSD oder DSD128) unterstützt.

Wenn der Director mit einem PC verbunden ist, muss der Windows-Treiber installiert werden, damit höhere Abtastraten als 44.1kHz oder 48kHz ausgegeben werden. Beim Mac muss kein Treiber installiert werden, da Apple nativ USB class 2 bis zu einer Abtastrate von 384kHz unterstützt.

DSD über USB

SACD- oder BluRay-Spieler geben den DSD-Stream üblicherweise aus Kopierschutzgründen nicht aus. Dies bedeutet, dass ein solcher Spieler nur mit dem Analogeingang des Director verbunden werden kann. Zur Wiedergabe von (unverschlüsselten) DSD-Daten vom Computer kann nur USB verwendet werden. Bestimmte Software-Spieler wie beispielsweise Audirvana Plus (Mac), Channel D Pure Music (Mac), J River Media Center (Mac/PC), Signalyst (PC), Foobar2000 (PC), JPlay (PC) unterstützen die DSD-Wiedergabe.

Die USB-Audio 2.0 Spezifikation definiert verschiedene Formate für die Handhabung von PCM-Audiosignalen, aber sie definiert nicht die Handhabung des DSD-Formats. 2012 haben Vertreter vieler Firmen und Institutionen einen Standard entwickelt, der bekannt wurde als "DSD over PCM" oder "DoP". Hierdurch wird DSD-Audio in den PCM-Frames der USB-Spezifikation repräsentiert und detektierbar.

PCM & DSD

Pulse-Code Modulation (PCM) ist eine Methode zur Kodierung von abgetasteten Audiosignalen, die üblicherweise für unkomprimiertes Audio verwendet wird. Es ist das Standardformat für digitales Audio im Computer, auf Compact Discs, in der digitalen Telefonie und anderen digitalen Audioanwendungen.

Direct-Stream Digital (DSD) ist eine Marke von Sony und Philips. Beide entwickelten DSD für SACD (Super Audio CD), was der designierte Nachfolger der CD werden sollte (die ebenfalls von den beiden Firmen entwickelt wurde).

Da PCM und DSD digitale Formate sind, gibt es auch andere Wege der Wiedergabe. Die höchsten Auflösungen für Musik erhält man mittlerweile bei Download-Portalen wie beispielsweise HD Tracks, Qobuz, HIGHRESAUDIO, primephonic, HDMusicStore, Bleep, Cybele, Gimell, HD-Klassik, 7 Digital etc.

DSD unterscheidet sich grundlegend von konventionellem PCM. Während in einem PCM-Stream die Amplitude eines analogen Signals regelmäßig in gleichen Abständen abgetastet und jedes so gewonnene Sample auf den naheliegensten Wert innerhalb der digitalen Stufen quantisiert wird, speichert ein DSD-Stream eine Sequenz von 1-Bit-Werten bevor durch einen „Decimation“-Prozess das Signal in ein PCM-Signal gewandelt wird.

Ein PCM-Stream hat zwei Eigenschaften, die die Genauigkeit des Streams im Vergleich zum Originalsignal bestimmen. Dies sind die Abtastrate (Anzahl der Samples pro Sekunde) und die Bit-Tiefe (Anzahl der möglichen digitalen Werte, die ein Sample repräsentieren können). Im Director wird PCM-Audio bis zu einer Abtastrate von 384 kHz (8x 48 kHz) bei einer Auflösung von 24 Bit unterstützt.

In einem DSD-Stream wird die Genauigkeit durch die Abtastrate des 1-Bit-Signals bestimmt. Der Director unterstützt DSD bis zur doppelten Abtastrate (double-rate DSD auch bekannt als DSD2). DSD1 (Single-rate DSD) ist die typische Abtastrate von SACD oder BluRay. Sie wird auch als DSD64 bezeichnet, weil die Abtastrate das 64-fache der der CD (44.1kHz) also 2.8224 Mhz entspricht. DSD2 tastet mit 5.6448 MHz, der doppelten SACD/BluRay Abtastrate, ab. Daher existiert auch die Bezeichnung DSD128, weil es das 128-fache der Abtastrate der CD ist.

Der langfristige Durchschnitt eines DSD-Signals ist proportional zum Originalsignal. DSD verwendet Noise Shaping-Techniken, um das Quantisierungsrauschen in den nicht hörbaren Hochtonbereich zu verschieben. Theoretisch benötigt man nur einen Lowpass-Filter, um die originale analoge Wellenform zu rekonstruieren. Aber in Wirklichkeit ist die Sache ein bisschen komplizierter. Ein 1-Bit-Signal kann nicht sauber ge-dithered werden, daher arbeiten moderne Sigma-Delta-Wandler (wie der DAC im Director) im Multi-Bit-Verfahren.

Weil es extrem schwierig ist, Audiobearbeitungen wie Equalisieren, Panorama-Regelung, Komprimieren etc. in einer 1-Bit-Umgebung durchzuführen und weil das vorherrschende Tonstudioequipment wie z.B. Pro Tools, Nuendo, Cubase, Logic ausschließlich PCM-Audio verarbeiten kann ist die Mehrzahl der erhältlichen SACDs und DSD-Downloads —besonders Rock und zeitgenössische Musik, die auf Multitrack-Aufnahmetechnik zurückgreifen— de-facto in PCM aufgenommen und gemischt (oder analog gemischt und aufgenommen in PCM), um dann im Mastering in DSD gewandelt zu werden. Selten findet man Aufnahmen, die auf einer analogen Mehrspurmaschine aufgenommen und analog gemischt wurden. Die Firma Merging Technologies hat mit ihrem DXD-Format Digital-Audio-Workstations geschaffen, womit man theoretisch gänzlich in der DSD-Welt aufnehmen, mischen und mastern kann.

Technische Daten

  • Analoge Eingänge
  • 2 analoge Stereo-Eingänge
  • Cinch, unsymmetrisch
  • Impedanz: ca. 10 kOhm
  • Max. Eingangspegel: +32,5 dBu
  • Digitale Eingänge
  • 4 digitale Stereo-Eingänge
  • AES/EBU (XLR), symmetrisch
  • Coaxial SPDIF (Cinch)
  • Optisch TOSLINK (F06)
  • USB (B)
  • 0 dBFS = max. 24 dBu
  • Wandler-Chip AD1955
  • Abtastraten
  • Kodiertes PCM (kHz): 44.1, 48 , 88.2, 96, 176.4, 192, 352.8, 384
  • DSD: DSD1 (DSD64), DSD2 (DSD128)
  • Ausgänge
  • 2 analoge Stereo-Ausgänge
  • Neutrik XLR, symmetrisch, Pin 2 = (+)
  • Cinch, unsymmetrisch
  • max. Ausgangspegel 32,5 dBu
  • Messungen
  • Frequenzgang (analog): 4 Hz bis 300 kHz ( -3 dB)
  • Übersprechen bei 1 kHz: -95 dB (analog); -100 dB (digital)
  • Klirrfaktor: 0,0008 % (analog 0 dBu); 0,0004 % (digital -1 dBfs)
  • Rauschen (A-bewertet): -105,1 dB (analog); -96,8 dB (digital)
  • Dynamikumfang: 137,6 dB (analog); 120,8 dB (digital)
  • Interne Betriebsspannungen
  • Analog: +/- 60 V
  • Digital: + 5 V und + 3,3 V
  • Netzteil
  • Netzspannung: 230 V AC, 50 Hz / 120 V AC, 60 Hz
  • Leistungsaufnahme: max. 40 VA
  • Sicherung: 230 V = T 500 mA, 115 V = T 1 A
  • Stand-By Stromaufnahme: 0,7 W
  • Maße (inkl. Füße)
  • 278 mm B x 57mm H x 328mm T
  • Gewicht
  • 3,3 kg (nur Gerät)
  • 4,5 kg (Versand)

0 dBu = 0,775 V. Technische Änderungen vorbehalten.

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